Pisco

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Die Hafenstadt Pisco ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz und liegt im Department von Ica. Die Gegend Pisco wurde zwischen 700 v. Chr. und 400 n. Chr., also noch vor den Inka, von der hochentwickelten Paracas-Kultur bewohnt.  Am 15. August 2007 wurde die Stadt und ihre Umgebung von einem Erdbeben der Stärke acht erschüttert. Über 500 Personen starben und viele Menschen wohnen noch heute in provisorischen Unterkünften. Von der Kirche San Clemente an der Plaza de Armas sind nur noch zwei Steinsäulen und die Kuppel übrig und viele der prunkvollen kolonialen Häuser stürzten in sich zusammen. Wer heute durch Pisco läuft, wird Zeuge der Kraft von Naturgewalten und den Auswirkungen, die sie auf ehemals stolze Städte, wie Pisco haben können, einer Stadt,  die Perus Nationalgetränk, dem Weinbrand Pisco, seinen Namen gab.

Um einiges malerischer als Pisco, ist das Örtchen „El Chaco“. Hierher kommt man mit Kleinbussen, die den Besucher meistens direkt an der Touristeninformation heraus lassen. Zwei Dinge machen das Dörfchen, neben seiner Lage am Meer interessant. Das Wüstennaturschutzgebiet auf der nahe gelegenen Halbinsel Paracas und die Islas Ballestas. Die Inseln dürfen nicht betreten, sondern nur mit Booten umfahren werden. Diese Bootstouren werden von verschiedenen Reisebüros angeboten. Alle fahren um die Inseln herum und geben einen wundervollen Einblick in das Biotop aus Felsen und Höhlen, auf denen sich Vögel aus der Familie der Kormorane, Pelikane und der sogenannte Perutölpel tummeln. Auf den steinigen Stränden der kleinen Inseln und auch auf dem ein oder anderen Felsen, der aus dem Wasser ragt, posieren Seelöwen und Humboldt-Pinguine für Fotos und mit etwas Glück sieht man in der Morgensonne auch Delphine neben dem Boot auftauchen.
Auf dem Weg zur Inselgruppe fährt das Boot an dem Geoglyphen "Candelabro" vorbei. Einer 150 m hohen und 50 m breiten Figur, von der nicht klar ist, wer sie angefertigt hat. Eine Theorie besagt, dass die Dreizack-förmige Figur mit den Linien von Nazca in Verbindung zu bringen ist.
Nach der eineinhalb bis zweistündigen Bootstour kann an der Promenade von „El Chaco“ flaniert und eingekauft, oder in einem der zahlreichen Restaurants mit Meerblick zu Abend gegessen werden.