Nazca

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Die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz Nazca, die wiederum in der Ica-Region liegt, ist ein kleines Städtchen, das es seit den 90er Jahren zu immer größer Berühmtheit geschafft hat. 1994 wurden die berühmten Linien von Nasca von der UNESCO zum Weltkulturerbe der Menschheit ernannt und ziehen seit dem immer mehr Touristen in die Stadt. In Nasca selbst gibt es daher immer mehr Hotels, Restaurant und Reisebüros, in denen man neben den Flügen über die Nazca-Linien auch Exkursionen zu archäologische Stätten, wie dem Friedhof von Chauchilla oder dem Aquädukt von Cantalloc buchen kann.

Schatzsucher und Grabplünderer raubten den Gräbern auf dem Friedhof von Chauchilla fast all ihre wertvollen Grabbeigaben – übrig sind noch über 1000 Jahre alte Keramiken, die nicht nur in den Gräbern liegen, sondern auch auf dem gesamten Gebiet verteilt sin. Zurückgelassen wurden auch die Mumien selbst, die sich noch immer in der Hockstellung in ihren Gräbern befinden und von Besuchern besichtigt werden können.

Noch älter sind die Bewässerungssysteme von Cantayoc, die vor-inkaische Kulturen vor 2000 Jahren entwickelten. Um das trockene Land zu bewässern, welches Nazca umgibt und somit der zunehmenden Wüstenbildung entgegenzuwirken, bauten sie unterirdische Aquädukte, die aus einem System von Kanälen bestehen und bis heute funktionieren. Die über 30 erhaltenen antiken Bauten werden von Ortsansässige Bauern zur Bewässerung ihrer Baumwoll-, Getreide-, Bohnen, Mais- und Kartoffelfelder genutzt.
 

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Eine knappe Stunde von Nazca entfernt, liegt die Stadt Palpa. Das Tal von Palpa war vor 5000 Jahren von Kulturen bewohnt, die ihren Alltag dokumentierten, indem sie Bilder in das vulkanische Gestein des Gebietes ritzten. Die Zeichnungen zeigen Tiere, Vögel, Priester und geometrischen Figuren. Auf dem Weg zu den Petroglyphen muss die Wüstenebene „Pampas“ auf der Panamerikana durchquert werden. Was man bei der Erbauung der Straße noch nicht ahnte war, dass sie mitten durch das Gebiet der Nazca-Linien führte. Dem Scharrbild der „Eidechse“ wurde somit buchstäblich der Schwanz abgeschnitten. Neben den Bildern „Die Hände“ und „Der Baum“ steht ein Aussichtsturm, von dem aus man die Zeichnungen erkennen kann.