Lima

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Damit Lima seinem Namen der „Stadt der Könige“ gerecht werden kann, muss zunächst der erste Schreck vergehen. Lima ist die meiste Zeit des Jahres diesig, laut und stressig. Fasst man sich dann ein Herz und beginnt die gigantische Stadt zu erkunden, so entdeckt man ein kulturelles Schmuckstück nach dem anderen. Dafür beginnt man am besten im historischen Zentrum der Stadt, der Plaza Mayor. Hier wurde die Stadt 1535 von dem spanischen Eroberer Franzisco Pizarro gegründet, und zwar auf den Ländereien eines indigenen Kaziken – 1821 wurde hier die Unabhängigkeit Perus erklärt und heute ist es das Zentrum einer der größten Metropolen Lateinamerikas.
 

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Das spanische Erbe zeigt sich in Form der prächtigen weißen Kathedrale an der Plaza Mayor, deren Grundmauern aus dem Jahr 1555 stammen und in der man die angeblich letzte Ruhestätte Franzisco Pizarros besichtigen kann. 1746 musste die Kathedrale nach einem Erdbeben rekonstruiert werden – seit dem besitzt sie ihren barock-klassizistischen Stil. Die Kathedrale, zusammen mit dem imposanten neubarocken Regierungspalast und dem im Kolonialstil gehaltenen Rathaus, die erst gegen Mitte des 20. Jahrhunderts erbaut wurden, verleiht der Plaza ein Flair, das zum Verweilen einlädt.
 
Nur zwei Straßen weiter befinden sich die Kirche und das Kloster San Franciso. Hinter den strahlend gelben Gemäuern versteckt sich eine Bibliothek mit 15 000 Bänden und Pergamenten, die aus der Zeit zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert stammen. Wegen seiner erhaltenen historischen Reichtümer wurde das historische Zentrum von Lima von der UNESCO zum Weltkulturerbe genannt.
 
Wem die Architektur allein nicht reicht, der kann in Limas zahlreichen Museen weiter ins Detail gehen. Neben dem Museum für Kunst und Volkskulturen, dem Archäologische Museum, dem Museum für Archäologie und Anthropologie der Universität San Marcos und dem Nationalmuseum, in dem neben archäologischen Fundstücken Miniaturausgaben von berühmten Sehenswürdigkeiten, wie Machu Picchu oder den Nazca-Linien zu sehen sind, ist der Huaca Pucllana – Komplex zu empfehlen. Huaca Pucllana ist eine archäologische Anlage, die von 200-700 nach Christi das administrative Zentrum der Lima-Kultur darstellte. Heute befinden sich hier ein Park und das Museum.
 

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Beliebte Stadtviertel Limas sind Miraflores und Barranco. Miraflores ist im Vergleich zu anderen Ecken Limas eher besser situiert und daher auch sicherer. Hier findet man viele Hotels, Geschäfte, Reisebüros und Restaurants. Direkt an der Steilküste, mit einem wunderbaren Blick über den Strand und das Meer , liegt ein modernes Einkaufs- und Vergnügungszentrum.
 
Zum Ausgehen eignen sich die Bars und Kneipen des Stadtviertels Barranco. Um sie zu finden muss man nur zur Plaza Barranco fahren. Von dort aus findet man etwas für jeden Geschmack, auch Live-Musik im traditionellen Stil.
 
31 Kilometer von Lima entfernt liegt Pachacamac – eine Anlage aus Palästen und Tempelpyramiden, die 200 nach Christi erschaffen, dann von der Huari-Kultur ausgebaut und anschließend erst von den Inka und dann von den Spaniern erobert wurde.