Ica

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Die Hauptstadt der gleichnamigen Region Ica liegt etwa 300 km südlich von Lima und ca. 50 km vom Meer entfernt. Die Oasenstadt am Fluss Ica schmiegt sich an eine der größten Dünen Lateinamerikas und ist das ganze Jahr über sonnig und warm. Sie ist umringt von Baumwoll- und Spargelfeldern und einer Vielzahl an Weingütern, die von Touristen besichtigt werden können. Ica ist zwar nach wie vor ein Landwirtschaftszentrum, sein herrliches koloniales Antlitz hat durch das Erdbeben der Stärke acht am 16. August 2007 aber leider sehr gelitten. Zu bestaunen sind noch die alten Herrenhäuser nahe der Plaza der Armas, und natürlich die gigantische Iglesia de San Fransico und die Kathedrale La Merced, an deren Turm das Erdbeben deutliche Spuren hinterlassen hat.

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Im Ortsteil San Isidria befindet sich das Museo Regional de Ica, dessen Besichtigung jedem Besucher ans Herz gelegt sei, der sich sowohl für die Inka, als auch für die Paracas- und Nazca-Kulturen interessiert, die die Region vor den Inka bevölkerten. Das Museum beherbergt neben Webarbeiten und Federschmuck auch erstaunlich gut erhaltene Mumien und Schrumpfkopftrophäen – eine Praktik, die sowohl der Demütigung des Feindes diente, als auch den Übergang seiner Kraft auf den Sieger zur Folge haben sollte. Auch die Nazca-Linien sind Thema der Ausstellung.
Einen weiteren Ausflug wert, sind die Bodegas von Ica, also die Weingüter, die um die Stadt herum angesiedelt sind. Ihr Besuch empfiehlt sich besonders zur Zeit der Traubenernte von Ende Februar bis Anfang April. Hier können Führungen gebucht und die besten Weine und Piscos der Region gekostet werden.
Etwas 7 km südlich von Ica, inmitten von 100 m hohen Dünen, liegt die Oase Huacachina. Sie besteht aus einem kleinen See, der von Palmen, Restaurants und Hotels umringt wird. Das Wasser des Sees enthält viele Minerale, weshalb ihm eine heilende Wirkung nachgesagt wird. Während der Wintermonate Mai bis August verwandelt sich der Kurort aber eher in das Mekka feiernder Rucksacktouristen. In jedem Fall lohnt es sich, in einem Buggy die steilen Dünen zu durchkreuzen und sie dann auf Sandboards in der Abendsonne wieder hinabzugleiten.