Cusco

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Für die Erkundung Cuscos sollten unbedingt mehrere Tage am Stück eingeplant werden. Cusco ist nicht nur die fast 3400 Meter hoch gelegene Hauptstadt der gleichnamigen Provinz im Süden Perus – sie ist die ehemalige Hauptstadt des Inkareiches und macht dies auch in jedem Winkel der Stadt kenntlich. Wohin man geht, stößt man auf Denkmäler und Kirchen, auf Ruinen, Reliquien, Mythen und Legenden.

Die Inka nannten ihre Stadt, den Nabel der Welt. Sie liegt im Tal des Flusses Huatanay und verdient ihren Namen nicht nur als buchstäbliche archäologische Hauptstadt Amerikas, sondern auch durch ihren kosmopoliten Charakter. Die Stadt zieht nicht nur Freunde der Geschichte und Archäologie, sondern auch Besucher aus aller Welt, wie Touristen mit Pauschalreisen, Backpacker, Aussteiger, Abenteurer, Sprachschüler und viele mehr an, die sich unter die Peruanern und indigenen Einheimischen mischen, die sich ihrerseits schon lange an das Leben in der Touristenstadt eingestellt haben.

Glaubt man der Legende, so wurde die Gründung der Stadt den Inka im 11. oder 12. Jahrhundert von ihrem Sonnengott Inti befohlen. Der erste Inka-König Manco Capac gründete Cusco, das wenige Jahrhunderte später, nämlich am 23. März 1534 in die Hände der Spanier fiel. Heute mischt sich hier der Baustil der Inka mit dem der spanischen Kolonialherren. Sowohl Gebäude, wie der Sonnentempel „Qorikancha“ oder der Palast des Wiraqocha „Kiswar Kancha“ als auch die von den spanischen Kolonialherren errichtete Basilika oder das Kloster „La Merced“ prägen das Stadtbild des heutigen Cusco.

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Die Umgebung der Cuscos ist nicht weniger beeindruckend, als die Hauptstadt selbst. Auch hier stößt man hinter jedem Hügel auf Überreste alter Inkastätten. Besonders sehenswert ist die Festung von Sacsayhuaman, die Ruinen von Ollantaytambo und die kleinen traditionellen Dörfer Pisac, Calca und Yucay.
Dabei ist die Hauptattraktion Cuscos aber noch nicht einmal erwähnt. Am 24. Juli 1911 machte der Nordamerikaner Hiram Binham im Bezirk Urubamba, auf 2400 Metern Höhe, eine außergewöhnliche Entdeckung. Umringt vom Tal des Urubambaflusses erheben sich die beiden Berge Huayna Picchu und „Machu Picchu“. Zwischen den beiden Gipfeln erstreckt sich eine Ruinenlandschaft, die in eine Konstruktion aus Terrassen übergeht. Der Stadtsektor besteht aus mehreren architektonischen Komplexen, die durch ein System von Treppen und Straßen miteinander verbunden sind. Mit Hilfe der Terrassen, auf denen Landwirtschaft betrieben wurde und dem Kanalsystem, welches die Stadt mit Wasser aus den umliegenden Quellen versorgte, konnten bis zu 1000 Menschen innerhalb der Mauern überleben.
Eine Besonderheit der Gebäude ist die außergewöhnliche Konstruktion der Mauern. Sie sind nicht nur von Raum zu Raum in einem unterschiedlich Stil gehalten, die Wände der Haupttempels sind sogar so präzise bearbeitet, dass die Steine aus denen sie bestehen, perfekt ineinander passen. Bekannte Reliquien der Stadt sind die Sonnenuhr "Intihuatana", der aus runden Wänden bestehende Festungsturm und der Tempel der drei Fenster. In der Stadt liegen Gräber, ein zeremonielles Zentrum und der Sonnentempel.