Chiclayo

File 671

Chiclayo ist die Hauptstadt des Departaments Lambayeque und eine der größten Städte Perus. Die sogenannte „Stadt der Freundschaft“ ist wegen seiner attraktiven Handelsaktivitäten sehr dynamisch. Aus den umliegenden Gebieten kommen täglich so viele Menschen in das Stadtzentrum, dass die Bevölkerungsdichte tagsüber fast um das 3-Fache wächst. Die Stadt liegt nur wenige Kilometer vom Strand entfernt und bietet Touristen eine große Zahl an Ausflugsmöglichkeiten zu spektakulären Ausgrabungsstätten. 

 
In der Region lebten Stämme verschiedenster Kulturen, wie den Mochica, Chimú und Lambayecke oder Sicán, deren Grabanlagen und Pyramiden besichtigt werden können. Im Museum von Sicán, das sich in der 36 km entfernt liegenden Stadt Ferreñafe befindet, können Nachbildungen der extravaganten Gräber, sowie Werkzeuge und Alltagsgegenstände der Sicán Kultur besichtigt werden. Diese verfügten über ausgeklügelte Techniken, um die riesigen Grabanlagen vor Räubern zu schützen. So waren sie gefüllt mit giftigem sinabrio, rotem Staub, den jene Person einatmete, die ein Grab zu öffnen wagte.
 
Der Fund der archäologischen Stätte von Sipán, ca. 40 Minuten von Chiclayo entfernt,  wird von manchen auch mit der Entdeckung des Grabes von Pharao Tutanchamun in Äygpten verglichen. Die Begräbniskultstätte der Mochica-Kultur enthielt Gräber, die mit Reliquien von unschätzbarem Wert gefüllt waren. Einige wurden bereits von Grabräubern geborgen und kursierten bereits auf den Schwarzmärkten. Ein Großteil des Goldschatzes der Herrscher von Sipán wurde aber von Archäologen geborgen und ist nun im Museum von Sipán für die Öffentlichkeit zugänglich.
 
Im  Saktuarium Bosque de Pómac, das sich in der Provinz Ferreñafe befindet, kann ein Komplex aus 20 Lehmpyramiden besucht werden, von dem man annimmt, dass er das Entwicklungszentrum der Sicán Kultur darstellt. Die schönsten Pyramiden sind der Goldtempel, der Ofen der Ingenieure und die Bienen.
 
Der archäologische Komplex Túcume beinhaltet 26 Lehmpyramiden und erstreckt sich über 220 Hektar. In der gigantischen Anlage, die von einem Aussichtpunkt aus überblickt werden kann, steht ein Tempel, der mit seinen 700 Metern Länge, 280 Metern Breite und 30 Metern Höhe als größtes Gebäude Südamerikas gilt. Seinen Namen, „Huaca Larga“, langer Tempel hat er sich damit mehr als verdient.