Städte in Peru

Peru ist ein zentralistisches Land, deren unanfechtbarer Mittelpunkt die Hauptstadt Lima ist. Hier leben fast 30 Prozent der gesamten peruanischen Bevölkerung, die fast ein Drittel des pro-Kopf-Einkommens des Landes ausmachen. In Lima laufen sämtliche bürokratische Wege zusammen, hier gibt es die beste Infrastruktur und die meisten Arbeitsplätze. Das ist auch der Grund, weshalb Menschen aus allen Gebieten von Peru, aus den Urwaldgebieten oder Andenregionen, versuchen, in die Städte überzusiedeln, um dort etwas Geld zu verdienen. Wer es nicht nach Lima schafft, der sucht sein Glück in kleineren Ballungszentren. Diese befinden sich im Norden um Trujillo und im Süden um Arequipa. Sie ist die zweitgrößte Stadt von Peru und doch leben hier etwa zehn Mal weniger Menschen, als in der Metropolo Lima.

Wegen der starken Urbanisierung in Peru leben viele Stadtbewohner unterhalb der Armutsgrenze. Viele Menschen kommen von weit her in die Städte. Da sie aber über keinerlei Schul- oder Ausbildung verfügen, versuchen sie im Stadtzentrum Schuhe zu putzen oder kleine Kunsthandwerke und Süßigkeiten zu verkaufen. Viele leben weit außerhalb am Stadtrand, ohne fließend Wasser oder Strom, in spärlichen Behausungen. Diese Armenviertel der Städte, die sogenannten „pueblos jóvenes“, wachsen seit Jahren kontinuierlich an.
Die Zentren der wichtigsten Städte von Peru sind meistens sehr gepflegt und mit Hotels, Bars und Reiseagenturen perfekt für den Tourismus ausgerichtet. Schöne farbige Häuser aus der Kolonialzeit, die sich um die „Plaza de Armas“ reihen, prunkvolle Regierungsgebäude, Kathedralen und dazwischen kleine Parks und Palmen bieten eine eindrucksvolle Kulisse, die zum Verweilen einlädt. Trotz der Vertrauen einflößenden Atmosphäre, sollte man seine Taschen immer im Blick haben und die teure Marken-Kamera nicht all zu öffentlich zur Schau tragen. Gerade in Touristenhochburgen, wie LimaArequipa und Cusco haben Trick-Betrüger leichtes Spiel.
Lima ist der beste Ausgangspunkt für Ausflüge in alle Regionen und Städte von Peru. Von hier aus gibt es regelmäßige Busverbindungen in den Norden, Richtung Trujillo, Piura und Tumbes, in die südlicheren Küstengebiete, wie Paracas oder in die Anden nach CuscoArequipa, bis hin nach Puno am Titicaca-See oder nach Tacna, an der Grenze zu Chile. Von Lima aus braucht man sowohl nach Tumbes also auch nach Tacna knapp 20 Stunden. Iquitos, die Stadt am Amazonas, ist selbst von Lima aus schwerer zu erreichen, wenn man auf das Flugzeug verzichten will. Die meisten Verbindungen führen über Pucallpa und von dort mit dem Schiff nach Iquitos. Da der Weg über die Anden führt, muss auch hier mit einer knapp 20 Stunden langen Fahrt gerechnet werden. Von Pucallpa nach Iquitos ist man etwa drei Tage auf dem Schiff unterwegs.