Nationalpark Paracas

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Der Nationalspark von Paracas ist ein 335.000 Hektar großes Naturschutzgebiet, das Wüste und Küste im Department Ica, ca. 20 km westlich von Pisco miteinander vereint. Der Naturpark wurde zum Schutz des Ökosystems geschaffen, das sich hier dank des kühlen Humboldtstroms und der großen Menge an herangeschwemmten Plankton entwickelt hat. Leider leben hier viele Arten, die bereits vom Aussterben bedroht sind, wie der wie der Humboldt-Punguin, die Seekatze und Flamingos.

Teil des Gebietes sind die Sandhalbinsel Paracas und der Naturpark der Islas Ballesta, die nur vom Boot aus betrachtet werden können. Die Wüstenhalbinsel des Naturschutzgebiets kann allerdings sowohl auf eigene Faust, als auch mit geführten Touren besucht werden. Wer das Gebiet allein zu Fuß erkunden will, der sollte ausreichend 

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Wasser mitnehmen, denn Schattenplätze gibt es hier so gut wie keine – bei geführten Touren wird man normalerweise in Kleinbussen zu den interessanten Stellen des Reservats gefahren und kann die Guides mit seinen Fragen über die Paracas-Kultur oder den fragwürdigen Dreizack-förmigen Geoglyphen Candelabro ausfragen, den man bei der Bootstour zu den Islas Ballestas sehen kann und dessen Herkunft noch immer nicht eindeutig geklärt ist. Zu Fuß beginnt die Exkursion beim Obelisken im Dörfchen Chaco und führt entlang der asphaltierten Straße zum Parkeingang. Von dort an sind es 2 km bis zum Besucherzentrum, in dem man sich von der Sonne erholen und über Umweltschutz und die Ökologie des Gebietes fortbilden kann. Draußen führt ein schmaler Weg in Richtung Bucht, wo man von einem Aussichtspunkt aus Chileflamingos beobachten kann. Der Weg und der Aussichtspunkt sollten nicht überschritten werden, um die Vögel bei ihrer Nahrungssuche nicht zu stören.

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Hinter dem Besucherzentrum liegen 5.000 Jahre alten Ruinen der Paracas-Kultur, in der man über 400 in bunte Tücher eingewickelte Mumien fand, von denen einige im Museo Regional in Ica zu sehen sind. Geht man die Küste entlang, so gelangt man zu der Felsformation La Catedral, einer Höhle, die von der Brandung in den Fels gewaschen wurde.
Ca. 6 km vom Besucherzentrum entfernt liegt das Dörfchen Lagunillas, in dem man sich in kleinen Restaurants den Fischfang des Tages schmecken lassen kann.