Nationalpark Manú

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Der Nationalpark Manú, der von den Ausläufern der Anden bis tief in das Amazonasgebiet des Nord-Östlichen Perus hineinreicht, gehört zum Weltnaturerbe der Unesco. Hier lebt eine überwältigende Anzahl von Tier- und Pflanzenarten und indianische Stämme, die ihre Traditionen und Gebräuche bis heute aufrecht erhalten und als Jäger und Bauern tätig sind. Einige Gemeinden gehören der linguistischen Familie der Quechua an, hier leben aber auch weitere indianische Ethnien, wie zum Beispiel die Matsiguenka oder die Amahuaca.

Der Park dient dem Schutz von mehr als 800 verschiedenen Vogel- und 200 Säugetierarten, darunter 100 Spezies an Fledermäusen und weiteren 120 an Fischen. Der Nationalpark Manú ist nahezu der einzige Lebensraum für Vogelarten, wie der Harpyie, dem Riesenstorch und dem Rosalöffler, der zur Familie der Ibisse gehört. Auch der vom Aussterben bedrohte Riesenotter und die Flussschildkröte, die in anderen Teilen der Welt bereits als Ausgestorben gilt, finden hier einen Zufluchtsort.

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Das Territorium erstreckt sich über 1,5 Mio Hektar und bedeckt verschiedene Höhenlagen, die von 150m bis zu 4200m reichen. In diesem weitläufigen Gebiet liegen zahlreiche erforschte und unerforschte archäologische Stätten – so vermuten manche Archäologen, dass Petroglyphe, wie die von Pusharo, nahe dem Palotoa Fluss, auf die verlorene goldene Inkastadt Paititi verweisen.
Ein Ausflug in den Nationalpark Manú besteht aus Wanderungen durch die bunte Flora und Fauna des 

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Bergnebelwaldes, manche Führungen beinhalten das Treffen mit indianischen Stämmen, deren Mitglieder ihre Besucher häufig selbst durch Ihre Heimat führen. Mit dem Boot kann man Flüsse, wie den Rio Alto Madre de Dios oder den San Pedro mit seinem klaren Wasser hinabfahren, in ihnen baden und den Tag in einer der gemütlichen, malerisch eingerichteten Lodges im Regenwald beenden. Sowohl auf Wanderungen als auch gemütlich von einem Aussichtspunkt der Lodges aus, können Tiere, wie Affen oder Faultiere beobachtet werden. Nicht minder erfolgsversprechend ist es, sich mit einem Fernglas auf die Lauer zu legen, um Vögel, wie den farbenfrohen Felsenhahn, den Tukan, den grün- und scharlachroten Quetzal, den Tangar oder den peruanischen Nationalvogel Rupicola Peruviana zu beobachten.