Nationalpark Huascarán

File 734

Der Nationalpark Huascarán ist ein Naturschutzgebiet, mitten in der Cordillera Blanca der Anden und umfasst ein Gebiet zwischen 4.000m und 6.800 Metern Höhe, die dem höchsten Berg Perus, dem Nevado Huascarán entspricht. Um den Park zu betreten, muss ein kleines Entgelt geleistet werden, welches nicht der persönlichen Bereicherung von Privatpersonen gilt, sondern mit denen die empfindliche Flora und Fauna sowie geologische Formationen und archäologische Überreste geschützt werden sollen. Seit 1985 ist der Nationalpark auch Welterbe der UNESCO.

Natürlich sind Touristen, soweit sie respektvoll mit der Natur umgehen, hier sehr willkommen und die Anreise wird mit einer herrlichen Landschaft aus schneebedeckten Gletschern, Bergseen und seltensten Tier- und Pflanzenarten belohnt. So wächst hier zum Beispiel die Puya raimondii aus der Familie der Bromelien. Dieses Gewächs kann bis zu 10 Meter hoch und 100 Jahre alt werden. Diese Pflanzen  können zwar blühen, jedoch kommt das so selten vor, dass selbst erfahrene Touristenführer sie noch nicht in ihrer Blüte gesehen haben.
Wer den Nationalpark besucht, sollte sich vorher in Städten, wie Huaraz über die verschiedenen Möglichkeiten, die es hier gibt, informieren. Das Angebot reicht von Exkursionen mit Tier- und Pflanzenbeobachtungen oder Ausritten bis hin zu eintägigen oder lang ausgedehnten Trekking-Touren, die wegen der ungewohnten Höhenlage nicht zu unterschätzen sind. Auch Skifahren, Bike-Touren und Bergbesteigungen sind im Programm des Nationalparks enthalten.
Besonders schöne Ausflugspunkte, die mit eintägigen Trekking-Touren zu erreichen sind, sind die Lagunas Llanganuco und die Laguna 69. Die Lagunas Llanganuco sind zwei Bergseen, die im Tal Qubrada Llanganuco liegen, welches die beiden höchsten Berge der Cordillera Blanca, den Nevado Huascarán und den Hunadoy (6.400 Meter) voneinander trennt. Die Lagunen selbst liegen bereits auf 3.850 Meter Höhe und bekamen von den Einheimischen die Namen männlicher See und weiblicher See (Laguna Chinancocha und Laguna Orconcocha). Hier kann gezeltet – und die phantastische Andenkulisse genossen werden. Wenn man sich auf die Suche macht, so kann man nahe der Felsen auch Viscachas, kleine Nagetiere aus der Familie der Chinchillas entdecken. Noch etwa 3 Stunden entfernt von hier, auf einer Höhe von 4.600 Meter befindet sich die Lagune 69.