Land & Leute

Geografie
 
Lage
Peru erstreckt sich von der Pazifikküste Südamerikas, über die Anden, bis weit in das Amazonasgebiet hinein. Das Land grenzt im Norden an Ecuador und Kolumbien, im Osten an Brasilien und Bolivien und im Süden an Chile.
Klima
Perus Klima wechselt je nach Tropen-, Anden- und Küstenlage. Der Süden ist stark vom kalten Wasser des Humboldtstroms geprägt. Wegen der wenigen Regenfälle beginnt hier die trockenste Wüste der Welt – die Atacama. Richtung Norden wird das Klima durch den Strom „El Niño“ etwas milder. Um Lima herum sind die Monate Januar bis März sommerlich warm. Im Amazonas-Gebiet, dem Regenwalt und in den Höhenlagen der Anden ist dies die Regenzeit. Von Mai bis Oktober ist es in der Anden-Region sonnig und trocken. Besonders in der Winterzeit sind die Temperaturunterschiede in den Städten der Andenregion zwischen Tag und Nacht erheblich.
Flora & Fauna
Durch die drei verschiedenen Klimazonen Küste, Gebirge und Regenwald ist die peruanische Flora und Fauna sehr vielseitig. Die Flora Perus ist sehr abwechslungsreich und vielfältig. Während die trockene Küstenregion Perus, bis auf wenige Reisanbaugebiete Gräsern und Sträuchern bedeckt ist, findet sich im Regenwald östlich der Alpen und im Amazonasgebiet die gesamte Vielfalt der Tropen, wie Kautschuk- und Mahagonibäume, Zedern oder Vanillepflanzen. Im Gebirge nimmt die Pflanzenvielfalt wegen der Höhenlage beständig ab. Hier wachsen Trockenpflanzen wie Kakteen oder auch die als Nationalpflanze geltende „Cantuta“, diese wächst selbst noch in Höhen bis weit über 3500 Meter. In diesen Höhenlagen finden auch Tiere, wie Lamas und Alpakas ihr Zuhause. Im Urwald leben Jaguare, Pumas, verschiedene Arten an Affen und Gürteltieren, Alligatoren, Papageien und unzählige verschiedene Arten an Insekten und Schlangen, um nur eine kleine Auswahl zu treffen. In den Küstenregionen, besonders auf Inseln wie das Naturschutzgebiet Paracas,  leben Möwen und Seeschwalben, Robben und Pinguine, aber auch, Eidechsen und Skorpione. Nicht umsonst wird die Insel Paracas auch gern mal mit den Galapagosinseln verglichen. Auch für seinen Fischreichtum ist Peru berühmt.
Gebirge
Die Städte in der Gebirgsregion liegen von 2300 Metern, wie Arequipa, 2700 Metern, wie Cajamarca oder Ayacucho und bis zu 3400 Metern, wie  Cuzco, oder gar 3800 Metern, wie Puno. Hier im Süden der Alpenregion bildet sich das sogenannte Alti-Plano, also eine flache Landschaft mitten in den Anden, wo sich auch der Titicaca-See befindet.
Die höchsten Berge Perus sind der Nevado Huascarán mit 6.768 Metern und der Yerupaja mit 6.634 Metern, die beide im Norden bzw. im nördlichen Zentral Peru in der Hochgebirgskette der Anden liegen. Der höchste Vulkan Perus ist der, südlich der Stadt Arequipa liegende, Coropuna mit 6.425 Metern. Wahrzeichen der Stadt Arequipa ist der kegelförmige und noch immer aktive Vulkan Misti mit 5.820 Metern.
 
 
Menschen
 
Bevölkerung
 28.675.000 Einwohner (Stand 2007)
Ethnien
Aymara 5,0 %, Quechua 47,0 %, Mestizen 32,0 %, Sonstige 4,0 %, Weiße 12,0 %
Ausländer
Araber, Briten, Chinesen, Deutsche, Franzosen, Kroaten, Italiener, Polen, Portugiesen, Türken
Sprachen
Amtssprachen: Spanisch, Quechua und Aymara
Religion
Über 80 % der peruanischen Bevölkerung ist römisch-katholisch und gut 12 % evangelisch. Der Rest der Bevölkerung ist nicht religiös bzw. anderen Glaubens.
 
 
Regierung
 
Status
Semipräsidiale Republik
Politische Institutionen
Der Ministerpräsident koordiniert das Ministerkabinett. Da der Regierungschef, rechtlich gesehen, vom Parlament durch ein Misstrauensvotum gestürzt werden kann, ist Peru eine semipräsidiale Republik. Da dies bisher aber noch nicht vorgekommen ist, gleicht das Land eher einer präsidialen Republik. Der Staatspräsident ist also auch Regierungschef.
Präsident
Alan Garcia Perez, seit 28.7.2006
Hymne
Somos libres, seámoslo siempre (Wir sind frei, mögen wir es immer sein)
 
 
Wirtschaft
 
Wirtschaftszweige
Bausektor, verarbeitende Gewerbe, Handel, Landwirtschaft (Kaffee, Spargel, Weintrauben)
Tourismus
Der Tourismus ist für die peruanische Volkswirtschaft eine wichtige Einnahmequelle, die nachdrücklich gefördert wird. Von besonderem touristischem Interesse sind die Inkastätte Machu Picchu und der Titicaca-See. Sie ziehen besonders Foto- und Eco-Touristen an.
Pro-Kopf-Einkommen
6.800 Euro pro Jahr (Stand: 2010)
 
 
Medien
 
Zeitungen
El Comercio, Expreso, Gestión, La Encuesta, La República, Correo
Radiosender
Radio America, Radio Nacional, Radio Panamericana, Radio Programas de Peru (RPP)
Fernsehen
America TV, Frecuencia Latina, Panamericana, Television Nacional de Peru