Kulinarisches aus Peru

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Die peruanische Küche genießt weltweite Anerkennung. Das liegt nicht zuletzt daran, dass sie Einflüsse aus allen Teilen der Welt in sich vereint. So wurden peruanische Gerichte sowohl von den alten Inka als auch von Einwanderern aus dem 19 Jahrhundert, wie Japanern, Chinesen, Afrikanern oder Italienern geprägt. Die Peruaner selber sind so stolz auf ihre einheimischen Spezialitäten, dass kaum ein Urlauber um die Frage herumkommt, was er denn schon alles probiert habe. Hier ein Empfehlungen:

„Cebiche“: Verschiedene Fischsorten oder Meeresfrüchte werden in Limettensaft mariniert und als Suppe mit Camote (Süßkartoffeln) und Mais oder Yuca (Maniok) serviert. Das Gericht wird meistens mit Rocoto, das fälschlicherweise wie eine rote Paprika aussieht, aber eher einer Chilischote gleich kommt und Zwiebeln gewürzt. Der Sud, den man aus dem Zitronensaft, dem eingelegten Fisch und den Zwiebeln gewinnt, gibt es meist als Vorspeise – von ihm erzählt man sich, er hätte eine aphrodisierende Wirkung.
 

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Lomo Saltado“: ein sehr weit verbreitetes Gericht, das auch in preiswerten Restaurant, wie den zahlreichen Chifas (peruanisch-chinesische Küche) erhältlich ist. Geschnetzeltes Rindfleisch wird mit Tomaten und Zwiebeln angebraten und mit einer in Peru sehr typischen Mischung aus frittierten Kartoffeln und Reis serviert.

"Anticuchos": Spieße aus Rinderherzen, die häufig auf den Straßen verkauft werden. Touristen sollten diese Stände der Hygiene halber lieber meiden und sich die Anticuchos in einem Restaurant oder bei einer Grillparty bei Bekannten schmecken lassen. Normalerweise werden weißer Käse und Maiskolben dazu verzehrt.
 
"La Ocopa": eine Soße aus Käse und gebratenen Nüssen, Zwiebeln und Chilischoten, die mit gekochten Kartoffeln und Eiern serviert wird.
 
Andere traditionelle Gerichte sind auch die „Chupe de Camarones“, eine schwere Suppe aus Garnelen, Kartoffeln und Gemüse, „Rocoto Relleno“, die oben genannte scharfe Paprika, die mit Rindfleisch gefüllt und mit Käse überbacken wird, und, nicht zu vergessen, das „Cuy Chactado“ – das gebratene Meerschweinchen, das wohl schon seit dem 9 Jahrhundert vor Christi in Peru verspeist wurde. Es wird mit Cayenne-Pfeffer angebraten, und im ganzen Stück, inklusive Kopf, mit Kartoffeln angerichtet.
 
Trotz der umfangreichen peruanischen Küche ist das Grundnahrungsmittel in Peru noch immer der Reis, der in ärmeren Familien so gut wie täglich gegessen wird. So verwundert es nicht, dass eines der am meisten verbreiteten Gerichte der „Arroz con Pollo“, Reis mit Hühnchen, ist, der in fast allen familienbetriebenen Restaurant in Peru als Tagesgericht angepriesen wird.