Chinchero

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Rund um die ehemalige Inka-Hauptstadt herum, befinden sich noch heute viele kleine Städte, in denen die einstigen Könige ihr Spuren hinterlassen haben, Ollantaytambo, Pisac und vor allem Chinchero sind Beispiele für Städte, die regelrecht Teil der Ruinenstätten sind. Chinchero liegt etwas 30 Km nordöstlich von Cusco in der Provinz Urubamba und auf einer Höhe von fast 3.800 Metern. Sie lag zu Inka-Zeiten direkt auf dem Weg von Cusco nach Machu Picchu und es wird vermutet, dass sich der 10. Inka Túpaq Yupanqui besonders gerne hier aufhielt.

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Chincheno liegt auf der Hochebene der Anden mit seinen Lagunen, wie dem Bergsee Piuray ganz in der Nähe, seinen weiten Feldern und schneebedeckten Bergen, die zu Trekking-Touren oder Ausritten einladen. Chinchero selbst ist bekannt für seinen traditionellen Markt auf dem sogar noch Tauschhandel betrieben wird. Jeden Sonntag, zu früher Stunde breiten sowohl Händler aus Chinchero, als auch aus den umliegenden Dörfern hier ihre Waren aus. Berühmt ist der Sonntags-Markt für seine farbenfrohen Kunsthandwerke, es werden aber auch Gemüse, hauptsächlich Kartoffelarten und nationale Gerichte geboten. Händler aus den umliegenden Dörfern kommen früh morgens und handeln mit Coca-Blättern, Kaffee, Orangen, Mais und vielem mehr. Kleinere Märkte finden am Dienstag und Donnerstag statt, an denen eher Kleidung aus Ziegen-, Lama oder Alpacawolle, Kunsthandwerk und einheimische Musikinstrumente feilgeboten werden.

Der Markt findet bereits seit unzähligen Generationen statt und wird seit je her vor der Kirche des Dorfes aufgebaut, die zu Beginn des 17. Jahrhunderts fertig gestellt wurde. Ihre Grundmauern stammen jedoch bereits aus den Zeiten der Inka und dienten als Fundament für den Palast Túpac Yupanquis. Die Innenmauern und das Dach der Kirche sind mit religiösen Zeichnungen überseht, die Persönlichkeiten, wie den Kaziken Pumacahua, den Inka Túpac Amaru und Götter und Figuren aus der Mythologie der Inka darstellen. Die Kirche allein an Sonntagen für die Morgenmesse geöffnet, die bis heute in der Indio-Sprache Quechua abgehalten wird.