Aguas Calientes

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Das kleine Dörfchen Aguas Calientes liegt auf über 2400 Metern im Urubambatal, mitten in den südlichen Anden von Peru. Umgeben von steilen Felswänden und nebligen Wäldern ist es von der Außenwelt fast völlig abgeschnitten – wäre da nicht die Eisenbahnlinie, die sich über 20 Kilometer von Cusco nach Aguas Calientes schlängelt, um weit über 1000 Touristen zur peruanischen Hauptattraktion Machu Picchu bringen.

Die kleine Stadt entwickelte sich kurz nach der Entdeckung der berühmten Inka-Stadt und der eigens dafür erbauten Bahnlinie „Ferrocarril del Sur“. Zunächst campten hier nur Bauarbeiter der Eisenbahn, doch mit den ersten Touristen entdeckten auch Händler das Fleckchen Erde und errichteten Souvenirläden, Restaurants und Hotels. Mittlerweile gibt es hier auch eine kleine Kirche, die am zentralen Platz des Städtchens liegt. Die Preise in Aguas Calientes haben es allerdings in sich. Da alles mit der Bahn aus Cusco eingefahren werden muss, kostet ein Café oder Wasser oft gut das Doppelte als in anderes Städten Perus. Hotels gibt es hier in allen Preisklassen, wobei die teuerste Übernachtungsmöglichkeit wohl jenes Hotel bietet, das sich einen Platz ganz in der Nähe vom Eingang Machu Picchus, also oberhalb der Serpentinenstraße, gesichert hat.
Um rechtzeitig zum Sonnenaufgang die Zitadelle zu erreichen, sollte man den ersten Bus um 5.30Uhr nehmen, der etwa eine halbe Stunde unterwegs ist. Alternativ kann man die Serpentinenstrecke auch zu Fuß in Angriff nehmen, für die man dann ca. eine Stunde mehr einplanen sollte. Um den Aufstieg zu erleichtern, ist auch eine Seilbahn im Gespräch. Die UNESCO wehrt sich jedoch gegen das Vorhaben, da es den Touristenstrom nach Machu Picchu vermutlich noch verstärken würde.
Machu Picchu ist aber noch nicht alles, was Aguas Calientes zu bieten hat. Seinen Namen „Heiße Wasser“ hat das Städtchen von den unweit liegenden Thermalquellen, denen heilende Kräfte zugeschrieben werden.